Gemeindliche Wohnungsgesellschaft Kleinmachnow mbH -gewog-

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August-Bebel-Siedlung

Unter dem Namen „Robert-Bosch-Siedlung“ entstand die heutige August-Bebel-Siedlung zwischen 1925 und 1940 für die Beschäftigten der Bosch-Werke.

Fast zweihundert Wohneinheiten gehören davon der gewog, da die Firma Bosch nach dem Krieg von den Alliierten enteignet worden war, so dass keine Restitutionsansprüche bestanden und sie auf lange Gerichtsverfahren deswegen verzichtete. Doch der Zahn der Zeit hatte seine Spuren hinterlassen.

Kriegsschäden waren vorhanden, mangelnde Fürsorge in den Jahren danach, veraltete Haustechnik, feuchte Räume und ein schlechter Zustand auch an den Außenanlagen machten eine Sanierung unerlässlich. Dabei musste jedoch beachtet werden, dass die gesamte Anlage in ihrer Gestalt und Baustruktur erhalten blieb, immer denkmalschutzgetreu und der Historie entsprechend. Zusätzlich sollten neue Wohnungen hinzukommen, beispielsweise durch das Ausbauen der Dächer und der Bebauung von Brachflächen, „sowie die fußgänger- und radfahrer- gerechte Gestaltung des Straßenraumes mittels eines Gesamtplanes mit Freiraumkonzept, Sozialplan und Konzept zur Neugestaltung der Außenanlagen.“ So steht es jedenfalls im Papier der Gemeinde Kleinmachnow zur Sanierung der Siedlung.

Und es bedeutete im Klartext, dass neben der Sanierung der Häuser auch Spielplätze entstanden, der Straßenbelag und die Fußwege der Siedlung erneuert, neue Autostellplätze geschaffen und die Mietergärten neu gestaltet wurden. Es war sicherlich nicht einfach, den vielen Mietern klarzumachen, dass sie für mehrere Wochen ihr Heim verlassen und in Zwischendomizilen unterkommen mussten, aber im Nachhinein betrachtet, gestaltete sich dieses Unterfangen erstaunlich problemlos. Die Mieter waren kompromissbereit und äußerst kooperativ. Es gab wenige Streitigkeiten mit Rechtsanwälten oder Schwierigkeiten mit verweigerten Mietzahlungen.

Das Land Brandenburg hat für die Mieterbetreuung während der Sanierung eigens eine Vermittlerin mitfinanziert, die die Betreuung der Mieter während der Umzugsphase übernahm. Überhaupt bestand diese Sanierung aus einer Kombination von Städtebaufördermitteln und Mitteln des Förderprogramms zur Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen, so dass der Geschäftsführer der GeWoG viele Tage hauptsächlich auf Ämtern verbrachte, um die Mittel zu beantragen.

Insgesamt kosteten die vier Bauabschnitte 17 Millionen Mark. In den Straßenausbau im Rahmen der Sanierung flossen 0,18 Millionen Mark Städtebaufördermittel und 0,11 Millionen Mark Anteil der GeWoG als Anlieger. Die Sanierung der Fassade wurde mit Mitteln aus der Städtebauförderung finanziert.

Die Erneuerung der Bestandswohnungen erfolgte durch Zuwendungen zur Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen nach Runderlass des Ministeriums für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg vom 3. Mai 1994. Der Ausbau der 76 neuen Dachgeschosswohnungen durch Mittel des sozialen Wohnungsbaus nach Richtlinien zur Förderung des Neubaus von Miet- und Genossenschaftswohnungen wurde durch den Runderlass des Ministeriums für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr vom 26. Januar 1995 ermöglicht.

Begonnen wurde mit dem ersten Bauabschnitt der Sanierung am 16. November 1992, gedauert hat alles eine erstaunlich kurze Zeit. Insgesamt konnten die Wohnungen im ersten Bauabschnitt bereits nach wenigen Monaten nach und nach an ihre Mieter zurückgegeben werden. Dazu kam die Sanierung der ehemaligen Poliklinik, die modernisiert als Ärztehaus wiedergeboren wurde, die Erweiterung der August-Bebel-Siedlung in der Schillerstraße und Lessingstraße, wo Sozialwohnungen nach dem 1. und 3. Förderweg errichtet wurden, sowie der Neubau einer Gewerbevilla mit Räumen für ein Restaurant und eine Apotheke.

Letzteres sollte mit seiner modernen Architektur ein Achtungspunkt in der historischen Siedlung sein und als Ergänzung zum Ärztehaus mehrere Praxen beheimaten. Doch als der Bau fertig war, konnten keine Ärzte mehr in die Gemeinde kommen, so dass die obere Etage „zweckentfremdet“ wurde und nun Büros und eine Tanzschule beherbergt.

Dennoch war diese Gewerbevilla ein Meilenstein in der Geschichte der GeWoG: Es war ihr erster Neubau.

Der Erfolg der Sanierungsmaßnahme wurde 1996 vom Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr mit dem Brandenburgischen Bauherrenpreis gewürdigt.

Eine Erweiterung der Siedlung erfolgte in den Jahren 1994 bis 1997. 118 Sozialwohnungen nach dem 1. Förderweg, 52 altersgerechte Sozialwohnungen nach dem 1. Förderweg und 56 Sozialwohnungen nach dem 3. Förderweg wurden errichtet.

Auch diese Maßnahme wurde besonders geehrt. Am 15. November 1996 erhielt die GeWoG den Bauherrenpreis für die Erweiterung der August-Bebel-Siedlung.

Diese erweiterte August-Bebel-Siedlung wurde schließlich noch durch 54 Eigentumswohnungen vervollständigt, die durch die Berliner Baugenossenschaft (BBG) gebaut wurden, sowie durch 70 Eigentumswohnungen, die von der Firma Bosch errichtet und überwiegend an Bosch-Mitarbeiter verkauft wurden.

Allgemein Die August-Bebel-Siedlung setzt sich aus den Wohnanlagen August-Bebel-Platz, Förster-Funke-Allee, Hohe Kiefer, Goethestraße, Seelenbinder-Straße und Schillerstraße zusammen. Diese Objekte wurden in den 40er-Jahren als Werkswohnungen für Robert-Bosch-Mitarbeiter errichtet.

Bauweise Die Anlagen sind zwei- und dreigeschossige Massivbauten mit nachträglich ausgebautem Dachboden für weitere Wohnungen. Der kriegsbedingte Einsatz von minderwertigen Baumaterialien jedoch beschleunigte den Verschleiß der Bausubstanz. Daher wurden in den 90er-Jahren Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen eingeleitet.

Sanierung/Modernisierung Im November 1992 begannen Baumaßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung der Gebäude sowie der Ausbau von Dachgeschosswohnungen.

Dabei wurden unter anderem die Dacheindeckungen sowie die Regenentwässerungen erneuert, Instandsetzung der Fassaden und Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt und auch die kompletten Elektro- und Sanitäreinrichtungen modernisiert. Im November 1998 wurden die letzten Arbeiten am durchgeführt.

Wohnumfeld Die Wohnobjekte befi nden sich direkt an der Hauptstraße Hohe Kiefer sowie um den August-Bebel-Platz und in der Goethestraße, wo auch die Parktaschen der Bewohner zu fi nden sind. Des Weiteren verfügen die Wohneinheiten über Mietergärten. Es gibt in der Siedlung drei Gewerbeeinheiten, unter anderem einen Bäcker und einen Tabak- und Zeitungsladen mit Imbiß, welche den Einkauf für die Bewohner der Anlage begünstigen.

Anzahl der Wohneinheiten

  1. Bauabschnitt: 71 WE
  2. Bauabschnitt: 56 WE und 2 Gewerbeeinheiten
  3. Bauabschnitt: 65 WE
  4. Bauabschnitt: 53 WE und 1 Gewerbeeinheit

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